Tiroler Kritik an neuem Energie-Gesetz

23. Juli 2026, Innsbruck

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz Verkehr (EEG-V) soll der Anteil erneuerbarer Energien im Transportsektor deutlich erhöht werden. Die Fachgruppe Energiehandel der Wirtschaftskammer (WK)
Tirol warnt allerdings vor den wirtschaftlichen Folgen des Vorhabens. Die geplanten Zielvorgaben seien unter den gegebenen Marktbedingungen teilweise kaum erfüllbar, heißt es in einer Aussendung.
Gleichzeitig würden bei einer Nichterfüllung erhebliche finanzielle Belastungen drohen. „Die betroffenen Unternehmen werden diese zusätzlichen Kosten wirtschaftlich nicht allein tragen können und an ihre Kunden weitergeben müssen. Höhere Preise für Kraftstoffe, Transporte und Lieferungen würden sich damit entlang der gesamten Wertschöpfungskette auswirken“, warnt die Tiroler WK. Besonders bemängelt wird die „fehlende Technologieoffenheit“, das würde den Einsatz von Biokraftstoffen erschweren.


Ruf nach Fairness
„Der Ausbau erneuerbarer Energien im Verkehr ist notwendig. Er kann aber nur gelingen, wenn alle verfügbaren Technologien fair berücksichtigt werden und die Vorgaben in der Praxis erfüllbar bleiben. Der vorliegende Entwurf bevorzugt einzelne Technologien, behindert den Einsatz von Biokraftstoffen und setzt damit die falschen Anreize. Von echter Technologieoffenheit kann keine Rede sein“, kritisiert Energieunternehmer Alexander Gutmann, zugleich Obmann der Fachgruppe Energiehandel der Wirtschaftskammer Tirol.

Tiroler Tageszeitung