Gasverbrauch steigt leicht, Kohle erreicht in der Europäischen Union einen Tiefststand.
Erneuerbare Energieträger waren auch 2025 maßgeblich für die Stromproduktion in der EU. Rund 47 Prozent der Elektrizität stammten im Vorjahr aus erneuerbaren Quellen, zeigen vorläufige Daten des EU-Statistikamts Eurostat. Der Anteil fossiler Energieträger am EU-Strommix lag bei rund 30 Prozent, Atomenergie trug rund 23 Prozent bei. Das Energieangebot aus Atomkraft, -Erneuerbaren und Erdgas nahm zu, Rückgänge gab es bei Erdölprodukten, Stein- und Braunkohle. . Insgesamt wurden 1.326 Terawattstunden (TWh) Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse erzeugt und damit um 0,5 Prozent weniger als 2024. Rückgänge verzeichnete vor allem die Wasserkraft, aber auch die Ausbeute aus Biogasen und Windkraft war niedriger. Weitgehend ausgeglichen wurden diese Effekte von einer höheren Produktion aus Photovoltaik.
Die Stromproduktion aus fossilen Energieträgern stieg 2025 um 3,2 Prozent auf 832 TWh, vor allem weil mehr Strom aus Erdgas produziert wurde. Atomkraftanlagen produzierten im vergangenen Jahr 651 TWh Strom, was einem kleinen Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Betrachtet man einzelne Energieträger, liefert die Atomenergie mit einem Anteil von 23 Prozent den größten Beitrag zur Stromproduktion in der EU.
Die Erdgas-Produktion innerhalb der EU legte im Jahresvergleich um 2,3 Prozent auf 1,33 Mio. Terajoule (TJ) zu, die Importe stiegen um 4,8 Prozent auf 11,4 Mio. TJ. Diese Effekte führten zu einem Anstieg des Gasverbrauchs in der EU um 2,3 Prozent auf 13,2 Mio. TJ. Das seien aber immerhin 17 Prozent weniger als noch 2021, bevor Gas-Sparmaßnahmen in der EU eingeführt wurden, heißt es von Eurostat.
Neue Vorarlberger Tageszeitung





