Frankenmarkt: Erdgas für Tests abgefackelt

24. Juni 2026, Frankenmarkt

Nach dem Fund von Erdgas bei einer Bohrung in Frankenmarkt im benachbarten Oberösterreich bezeichnet die Betreiberfirma ADX Energy diese schon nach dem ersten von acht Tests als „wirtschaftlich attraktiv“. Die zu erwartende Förderrate und der Druck seien vielversprechend. Bis Ende Juli soll es ein umfassenderes Bild geben, wie viel Energie aus bis zu 1600 Metern Tiefe geholt werden kann.


Nach dem Fund von Erdgas in Frankenmarkt im benachbarten Oberösterreich bezeichnet die Betreiberfirma ADX Energy diesen schon nach dem ersten von acht Tests als „wirtschaftlich attraktiv“. Die zu erwartende Förderrate und der Druck seien vielversprechend. Bis Ende Juli soll es ein umfassenderes Bild geben.


Anfang Mai 2026 war von dem australisch-österreichischen Unternehmen ADX Energy bekannt gegeben worden, dass bereits die erste von zwei Bohrungen nach Erdgas in Frankenmarkt erfolgreich war. Über das Testprogramm veröffentliche das börsennotierte Unternehmen nun am Montag die ersten Ergebnisse. Die Bohrung „Hoch-1“ liefert demnach „hochwertiges Erdgas in einer wirtschaftlich attraktiven Förderrate“. Ein Bohrlochtest zeigte, dass umgerechnet knapp 76.500 Kubikmeter Erdgas pro Tag aus 1465 Metern Tiefe strömten, der Fließdruck habe 65 Bar betragen. An der Oberfläche wurde das aufströmende Gas einen Tag lang abgefackelt, um die Stabilität des Erdgasvorkommens zu testen.


ADX-Chairman Ian Tchacos wurde in der Mitteilung damit zitiert, die Ergebnisse seien vielversprechend. Die Förderrate dieses unterirdischen Reservoirs allein sei angesichts der aktuellen europäischen Gaspreise von 42 Euro pro Megawattstunde „wirtschaftlich attraktiv“. Die Fördermenge entspricht, umgelegt auf Erdöl, einem Äquivalent von 450 Barrel (ein Fass zu je 159 Liter) Rohöl pro Tag. Es handelte sich dabei um den ersten von insgesamt acht Tests auf unterschiedlich tief gelegenen Horizonten in den nächsten Wochen.

Gerald Stoiber

Salzburger Nachrichten