Stiglechner-Tankstellen werden paketweise verkauft – Zeitung

18. Juni 2026, Wien
Die Käufer sollen bereits feststehen
 - Linz, APA

61 Tankstellen, die trotz Insolvenz des Linzer Tankstellenbetreibers Stiglechner in Betrieb sind, sollen paketweise verkauft werden. Das bestätigte Insolvenzverwalter Norbert Mooseder gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (OÖN). Demnach sollen mehr als zwei Drittel davon in den kommenden zwei Wochen den Besitzer wechseln. Die Käufer stünden bereits fest, um wen es sich handelt, werde vorerst nicht bekanntgegeben.

„Der Startschuss für die bestmögliche Einzel- und Paketverwertung der Stiglechner-Tankstellen-Standorte ist erfolgt“, sagte Mooseder laut OÖN-Bericht vom Donnerstag. Dreizehn Standorte seien bereits bei der Sitzung des Gläubigerausschusses am Mittwoch veräußert worden. Das größte Paket umfasse 18 Tankstellen. Bei den Käufern soll es sich weitgehend um österreichische Tankstellenbetreiber handeln. Für knapp ein Drittel der Tankstellen gebe es noch keinen Käufer. Seit Beginn der Insolvenz im Dezember 2025 seien rund zehn Tankstellen geschlossen worden.

Die Tankstellen laufen unter der Eigenmarke IQ, Lizenzpartnerschaften gibt es mit Eni, BP und Shell. Mooseder rechnet laut OÖN unter anderem durch den Verkauf der Tankstellen mit einer Gläubiger-Quote im zweistelligen Bereich, möglicherweise auch über 20 Prozent. Bei der Prüfungstagssatzung der Stiglechner GmbH und der Stiglechner Tankstellen GmbH im Februar wurden insgesamt Forderungen in Höhe von 125 Mio. Euro anerkannt, betroffen sind rund 500 Beschäftigte.

APA