Ölpreise geben nach

5. Juni 2026, Wien
1 Barrel der Nordseesorte Brent kostet 94,19 US-Dollar
 - Vélizy-Villacoublay, APA/AFP

Die Ölpreise haben am Freitag etwas nachgegeben. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 94,19 US-Dollar. Das waren 0,88 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 1,05 Prozent auf 92,00 Dollar.

Die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten bleibt bestimmend für die Ölpreise. „Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind zäh und diplomatische Fortschritte kaum zu erkennen“, beschreiben Analysten der Dekabank die Lage. Ihrer Einschätzung nach tendieren die Märkte weiterhin dazu, auf positive Nachrichten stärker zu reagieren, als sich von den regelmäßig darauf folgenden Dementis entmutigen zu lassen.

Am Donnerstag hatte die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz die Bedingungen eines neuen Anlaufs für eine Waffenruhe mit Israel abgelehnt. Zuletzt kam es zu einem erneuten Angriff der proiranischen Miliz auf die im Süden des Libanons stationierten Truppen Israels.

Auch bei den Gesprächen für ein Ende des Iran-Kriegs zwischen Teheran und Washington zeichnen sich weiterhin keine Fortschritte ab. Bei den Verhandlungen gelten die anhaltenden israelischen Militärschläge im Libanon als ein wesentlicher Streitpunkt.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 103,74 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 105,85 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

APA/dpa-AFX