Deutsche Regierung bringt Uniper-Wiederverkauf auf den Weg

19. Mai 2026, Berlin/Düsseldorf
Uniper hat aktuell einen Börsenwert von rund 18 Mrd

Die deutsche Bundesregierung bringt einem Zeitungsbericht zufolge am Dienstag den weitgehenden Wiederverkauf des verstaatlichten Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper auf den Weg. Das Privatisierungskonzept des Finanzministeriums sehe vor, dass der Bund seine Beteiligung vom Ende dieses Jahres an von heute 99,1 auf 25 Prozent plus eine Aktie reduziere, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ vorab.

Dabei sei die Regierung außer für den Verkauf eines oder mehrerer Aktienpakete an langfristig orientierte Investoren auch für einen Börsengang sowie für eine Kombination aus beiden Optionen offen, hieß es weiter. Der Börsenwert von Uniper liegt derzeit bei rund 18 Milliarden Euro.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Ende April gemeldet, der Bund könne die Reprivatisierung schon bald einleiten. Eine Fusion mit der ebenfalls verstaatlichten früheren Gazprom-Tochter Sefe sei aber unwahrscheinlicher geworden. Beide Unternehmen waren während der Energiekrise 2022 für insgesamt fast 20 Milliarden Euro verstaatlicht worden. Für ihre Reprivatisierung hat die EU-Kommission eine Frist bis Ende 2028 gesetzt. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte Ende April offen gelassen, wie die Bundesregierung ihre Anteile an Uniper und Sefe verringern will.

APA/Reuters