
Der verstaatlichte deutsche Energiekonzern Uniper macht sich mit einer höheren Dividende hübsch für die geplante Reprivatisierung. Der Konzern wolle der Hauptversammlung 2027 für 2026 eine Dividende von 77 Cent je Aktie vorschlagen, teilte der größte deutsche Gaskonzern am Freitag mit. Das sei ein Plus von sieben Prozent gegenüber der für 2025 gezahlten Gewinnbeteiligung von 72 Cent je Aktie.
Der Bund prüft derzeit, wie er seine Beteiligung an Uniper zurückfährt – entweder durch einen Verkauf oder einen Börsengang. Die Dividendensumme für 2026 würde bei 321 Millionen Euro nach zuvor 300 Millionen Euro liegen, erklärte das Unternehmen. Der Konzern erwarte eine weitere profitable Entwicklung, die sich auch in der Dividendenpolitik widerspiegeln soll. Mittelfristig strebe Uniper ein jährliches Dividendenwachstum von sieben Prozent an und eine Basisdividende von 300 Millionen Euro.
Aktionäre an Wachstum beteiligen
„Mit unserer Strategie und den geplanten Investitionen legen wir den Grundstein für das erwartete Ergebniswachstum der kommenden Jahre“, sagte Vorstandschef Michael Lewis. An diesem Wachstum sollen die Aktionäre beteiligt werden. Die Dividendenpolitik schaffe dafür eine klare und langfristige Perspektive: „Wir streben eine kontinuierlich wachsende Dividende an“, betonte Lewis.
Der Aufsichtsrat hatte den Manager kürzlich vorzeitig für weitere fünf Jahre bis Ende Oktober 2031 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Lewis ist seit 2023 Chef des Düsseldorfer Konzerns. Der Bund hatte Uniper in der Energiekrise 2022 verstaatlicht und damit vor einer drohenden Pleite bewahrt. Die EU-Kommission hatte zur Auflage gemacht, dass der Bund bis Ende 2028 seine Beteiligung auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie reduziert. Lewis hat sich stets dafür ausgesprochen, dass Uniper eigenständig bleiben soll.
APA/Reuters



