Die illwerke vkw plant einen Biomethan-Verbund im Vorderland.
Bei der bestehenden Biogasanlage in Rankweil und der Kläranlage in Meiningen sind sogenannte Rohgasvorkonditionierungen geplant. Beim Vorgang wird unbehandeltes Gas gezielt vorbehandelt und angepasst, bevor es in eine Reinigungs-, Trenn- oder Verwertungsanlage gelangt. Auf dem Areal der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Meiningen soll zudem eine Biogasaufbereitungsanlage mit Speicher und technischem Zubehör entstehen. Ein Rohgasnetz soll die beiden Standorte verbinden.
Genehmigung beantragt
Für das Projekt „Rohgasverbund Biomethan“ hat illwerke vkw bei der Bezirkshauptmannschaft (BH) Feldkirch eine abfallwirtschaftsrechtliche Genehmigung beantragt. Die Kommunikationsabteilung der illwerke vkw bezeichnet das Vorhaben auf Anfrage als „vorausschauende Projektvorbereitung“. Ob es tatsächlich realisiert werden könne, hänge wesentlich von den rechtlichen Rahmenbedingungen ab, heißt es. Diese ermöglichten derzeit „noch keine wirtschaftlich sinnvolle Umsetzung“. Möglich wäre das Projekt bei Beschluss eines Erneuerbare-Gase-Gesetzes (EGG) und einer positiven Entscheidung im Aufsichtsrat. Das geplante EGG soll Gasversorger verpflichten, fossiles Erdgas schrittweise durch heimisch erzeugtes erneuerbares Gas wie Biomethan oder grünen Wasserstoff zu ersetzen. Es soll den CO2-Ausstoß senken, die Abhängigkeit von Gasimporten verringern und die Versorgungssicherheit stärken.
Für den Fall einer Umsetzung geht illwerke von einer Kapazität von 27 Gigawattstunden Biomethan in Erdgasqualität pro Jahr aus. Das landeseigene Energieunternehmen beschreibt Biogas als erneuerbaren Energieträger, der aus Bioabfällen, Gülle und landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen und zu Biomethan aufbereitet werden könne. Dieses könne ins bestehende Gasnetz eingespeist werden.
Die BH Feldkirch gibt nach eigenen Angaben wegen des laufenden Verfahrens und rechtlicher Einschränkungen nicht alle Antragsunterlagen heraus. Die Gemeinden Rankweil und Meiningen haben auf Anfrage keine eigenen Auskünfte erteilt und auf die illwerke vkw verwiesen. Die mündliche Verhandlung ist für Donnerstag, 19. November angesetzt. Begründete Einwendungen können bis spätestens am Tag vor der Verhandlung während der Amtsstunden bei der BH Feldkirch oder während der Verhandlung vorgebracht werden.
VN Vorarlberger Nachrichten




