Wasser-, Sonnen- und Windenergie: Wir brauchen mehr Strom

23. Oktober 2026

Weinberger: „Jede Möglichkeit für Energie-Erzeugung und Speicher nutzen“

„Österreich hat im Bereich Photovoltaik stark aufgeholt“, stellt Dr. Alfred Weinberger von der Agri-PV-Firma Amarenco fest. Besonders in den vergangenen Jahren verzeichnete der Ausbau neuer PV-Anlagen sowohl in Oberösterreich als auch im gesamten Bundesgebiet beachtliche Zuwächse. Österreich verfügt derzeit über eine installierte Kraftwerksleistung von insgesamt rund 35 GW. Davon entfallen etwa 9 GW auf Wasserkraft ohne Pumpspeicher und 6 GW auf Pumpspeicherkraftwerke. Photovoltaikanlagen steuerten knapp 10 GW, Windkraftanlagen rund 4 GW und thermische Kraftwerke etwa 6 GW zur installierten Leistung bei.


In Oberösterreich beträgt die installierte Kraftwerksleistung rund 6 GW. Davon entfallen etwa 3 GW auf Wasserkraft, mehr als 2 GW auf Photovoltaik und 1 GW auf thermische Kraftwerke, die Windkraft ist (noch) unbedeutend. Alle Anlagen in Österreich (Gesamtleistung 35 GW) erzeugen zusammen ca. 75 TWh Strom pro Jahr, je nach Wasserführung, Wind- und Sonnenangebot und Strombedarf. Der prognostizierte Strombedarf für das Jahr 2040 liegt jenseits von 120 TWh.


Angesichts des laufend wachsenden Strombedarfs hat es wenig Sinn, die verschiedenen Formen der Energieerzeugung gegeneinander auszuspielen. „Wir werden jede geeignete Möglichkeit der Stromerzeugung nutzen und auf einen ausgewogenen Mix achten müssen“, sagt Weinberger. „Ziel muss es sein, Haushalten, Gewerbe und Industrie ausreichend elektrische Energie zu leistbaren Preisen bereitzustellen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“ Neben dem Ausbau der Erzeugungsanlagen werden dafür auch leistungsfähigere Stromnetze und zusätzlich Speicher benötigt. Sie müssen dafür sorgen, dass Solar- und Windstrom „zwischengelagert“ werden kann und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar ist.

Oberösterreichische Nachrichten