Energiepreise treiben deutsche Inflationsrate über 3 Prozent

13. Oktober 2026, Berlin
Rasant steigende Energiepreise als Haupttreiber
 - Leuna, APA/dpa

Rasant steigende Energiepreise haben die Teuerungsrate in Deutschland erstmals seit fast drei Jahren wieder über die Drei-Prozent-Marke getrieben. 3,3 Prozent Inflation hat das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten für September errechnet nach bereits vergleichsweise hohen 2,9 Prozent im August.

Je höher die Inflationsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich für einen Euro dann weniger leisten. Stärker als im September des laufenden Jahres waren die Verbraucherpreise in Deutschland zuletzt im Dezember 2023 mit damals 3,7 Prozent gestiegen.

Teure Energie als Haupttreiber

Während sich Nahrungsmittel seit Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vergleichsweise moderat verteuern, treibt der Iran-Krieg die Energiepreise seit Monaten nach oben und damit die allgemeine Teuerung. Die Ölpreise stiegen zeitweise über die Marke von 100 Dollar je Barrel (159 Liter), Autofahrerinnen und Autofahrer mussten deshalb an Tankstellen in Deutschland im September Rekordpreise für Diesel und Benzin bezahlen.

Für etwas Entlastung soll der neuerliche Tankrabatt sorgen, der seit dem 1. Oktober gilt. Bis zum Jahresende soll Sprit dadurch um knapp 17 Cent günstiger werden. Das dürfte die Inflation bis Jahresende leicht dämpfen, dennoch rechnen Volkswirte vorerst weiterhin mit einer erhöhten Inflationsrate – auch weil Unternehmen gestiegene Energiepreise auf ihre Produkte aufschlagen.

APA/dpa-AFX