Die Burgenland Energie sieht sich durch eine Studie in ihrem Ziel, bis 2030 energieunabhängig zu werden, bestätigt. Laut einer Erhebung des Instituts für Strategieanalysen (ISA) im Auftrag der Landesenergieversorger sind 94 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer mit der Energieversorgung zufrieden, sagte ISA-Leiter Peter Filzmaier am Montag. Außerdem habe sich gezeigt, dass erneuerbare Energie im Burgenland ein größeres Thema sei als in anderen Bundesländern.
Befragt wurden im Rahmen der Studie 1.000 Burgenländerinnen und Burgenländer über 16 Jahre und 500 Personen aus anderen Bundesländern, um auch Vergleichsdaten zu haben. Auffällig sei dabei unter anderem, dass sich 62 Prozent der Burgenländer sehr oder eher stark mit Energieversorgung auseinandersetzen. Das seien um zehn Prozentpunkte mehr als im Rest Österreichs, hielt Filzmaier fest.
Sharma: Erzeugungskapazitäten seit 2021 verdoppelt
Ebenfalls stark ausgeprägt ist laut Filzmaier das Regionalbewusstsein und die Ansicht, dass das Burgenland bei der Energieversorgung mehr unternimmt als andere. Erneuerbare Energie sei in der burgenländischen Bevölkerung anerkannt. Vor allem bei der Windenergie zeige sich deutlich mehr Akzeptanz als in anderen Bundesländern. 80 Prozent der Burgenländer fänden sie wichtig, im Rest Österreichs seien es 68 Prozent, erläuterte Christina Matzka von Triple M Matzka Insights.
Burgenland-Energie-Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma sah seinen Weg Richtung Energieunabhängigkeit durch die Studie bestätigt. Die Erzeugungskapazitäten aus erneuerbarer Energie seien in den vergangenen fünf Jahren von 470 Megawatt auf 1.200 Megawatt mehr als verdoppelt worden, hielt er fest.
Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) kritisierte, dass sich die Bundesregierung angesichts steigender Energiepreise aktuell nur damit auseinandersetze, die Spritpreise für die kommenden zwei Monate zu senken. „Das ist eine Maßnahme, die aus meiner Sicht viel zu kurz greift“, betonte er. Vielmehr müsse man sich damit beschäftigen, wie die Energiepreise für Wirtschaft und private Haushalte nachhaltig und dauerhaft gesenkt werden könnten, meinte der Landeshauptmann.
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