
Das börsenotierte Energie-Technologieunternehmen Emerald Horizon hat im ersten Halbjahr 2026 einen Verlust geschrieben. Unterm Strich stand ein Minus von 1,6 Mio. Euro, nach minus 768.000 in der Vorjahresperiode, geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbericht hervor. Der Umsatz lag bei 80.040 Euro. Es sind die ersten Ergebnisse des Unternehmens nach dem Börsengang Ende Juni.
Emerald Horizon wurde 2019 von Florian Wagner und Philipp Pölzl gegründet. Das Start-Up bietet ein Energiespeichersystem an, das eine Kombination aus Batterie- und Wärmespeicher ist und mit KI-gestützter Steuerung arbeitet. Gleichzeitig entwickelt es thoriumbasierte Atomreaktoren. Beide Linien sollen einander künftig ergänzen. Bei dem Unternehmen sind der ehemalige burgenländische FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer sowie der Ex-Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann beschäftigt.
Bedingungen haben sich verbessert
„Ein Unternehmen in unserer Phase lässt sich nicht sinnvoll am Umsatz messen“, schreibt Unternehmenschef Florian Wagner im Halbjahresbericht. Viel mehr gehe es darum, inwiefern sich das bestehende „Restrisiko des Projekts“ in einem bestimmten Zeitraum reduziere. Die Bedingungen hätten sich im vergangenen Halbjahr verbessert: Bei der Speichertechnologie verschiebe sich die Frage der Machbarkeit bereits in Richtung der Frage, wie das Produkt in Serie hergestellt werden könne. Der Thorium-Reaktor sei jedoch „weiterhin in einer frühen Technologiereifephase“. „Eine nukleare Genehmigung liegt nicht vor. Die Serienfertigung ist für Anfang der 2030er-Jahre adressiert“, hießt es in dem Bericht weiter.
Der erfolgte Börsengang biete zudem Zugang zu mehr Finanzierungsmöglichkeiten. Auf regulatorischer Ebene sei die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Partner HaskoningDHV vertieft worden.
Für die Zukunft plant das Unternehmen eine Standorterweiterung und eine Vergrößerung des Vorstandes um ein bis zwei Mitglieder. Für beides seien die Vorbereitungen getroffen worden. Ein genauer Zeitplan wurde aber nicht genannt.
APA




