
Die Energie AG Oberösterreich will sich offenbar mit 30 Prozent am geplanten Windpark Sandl beteiligen. Das berichteten die „Oberösterreichischen Nachrichten“ (OÖN) am Donnerstag. Das deckt sich auch mit APA-Informationen, aus dem Unternehmen wurden die Pläne aber bisher nicht bestätigt. Der Windpark soll in einer künftigen Ausschlusszone entstehen und hatte bisher mit Gegenwind der Landespolitik zu kämpfen.
In Sandl (Bezirk Freistadt) wollen private Investoren 19 Windräder errichten. Mit einem Investitionsvolumen von bis zu 250 Mio. Euro und einer Stromproduktion für 125.000 Haushalte ist es das größte Windkraftvorhaben im Bundesland. Das Projekt ist derzeit im UVP-Verfahren. Die Realisierung wackelte lange Zeit, weil das Land in dem Areal eine Windkraft-Ausschlusszone verordnen will. Diese Ausschlusszonen-Verordnung gibt es aber nach wie vor noch nicht und alle davor geführten Verfahren seien nicht betroffen, hieß es nach einem „Machtwort“ von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).
Aufsichtsrat tagt am Dienstag
Am Dienstag soll der Vorstand der Energie AG dem Aufsichtsrat vorschlagen, dass der Versorger, der mehrheitlich im Eigentum des Landes steht, bei dem Projekt einsteigt, so der OÖN-Artikel. Aus der Energie AG hieß es dazu nur, dass man interne Unterlagen zuerst dem Aufsichtsrat vorlege, bevor man etwas dazu sage. Vorsitzender dieses Gremiums ist Landesrat Markus Achleitner (ÖVP), von dem die Ausschlusszonenverordnung kommen soll. Gegenüber den OÖN sagte er, dass er sich als Aufsichtsratsvorsitzender an den Vorschlägen des Managements orientiere und „alle Projekte, die zukunftsfähig und wirtschaftlich darstellbar sind“, unterstütze.
SPÖ-Landesrat Martin Winkler, der selbst im Aufsichtsrat sitzt, begrüßte die Pläne. „Seit meinem Antritt fordere ich vehement, dass die Energie AG beim Windpark Sandl einsteigt und Verantwortung für den Ausbau der heimischen Energieproduktion übernimmt.“ Der Grüne Landesrat Stefan Kaineder freut sich über „eine sehr gute Nachricht“, die „im kompletten Widerspruch“ zur bisherigen Windkraftlinie des Landes stehe.
APA




