
Chinas Exporte von Klimatechnik haben einer neuen Analyse zufolge im vergangenen Jahr mehr CO2-Emissionen vermieden, als Großbritannien insgesamt ausgestoßen hat. Durch die exportierten Batterien, Windturbinen, Elektrofahrzeuge und vor allem Solarmodule seien 374 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen (CO2) eingespart worden. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des in Helsinki ansässigen Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) hervor.
China ist demnach sowohl der weltgrößte CO2-Emittent als auch der führende Produzent und Exporteur von Klimatechnik. Über ihre gesamte Lebensdauer dürften die im Jahr 2025 exportierten chinesischen Technologien sogar 6,9 Milliarden Tonnen CO2 einsparen. Dies entspricht einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zu 2024 und in etwa dem Doppelten der Emissionen Indiens im vergangenen Jahr.
Produziert in riesigem Maßstab und zu niedrigen Kosten, haben chinesische Windturbinen, Solarmodule und Batterien die Wirtschaftlichkeit der Elektrifizierung und Dekarbonisierung weltweit verändert, insbesondere in Entwicklungsländern. „Das derzeitige Wachstum bei Solar und E-Autos, insbesondere in Schwellenländern, hatte vor fünf Jahren niemand auf dem Schirm, bevor Chinas Boom in der Herstellung von Klimatechnik begann“, sagte CREA-Experte Lauri Myllyvirta. Der Wert der Exporte von Klimatechnik belief sich dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr auf 194 Milliarden Dollar (169,24 Mrd. Euro). Fast ein Drittel der vermiedenen Emissionen entfiel dabei auf Solarexporte nach Südasien, wo beispielsweise Pakistan einen Boom erlebt. Trotz des rasanten Wachstums sind diese Einsparungen im Vergleich zu den weltweiten Gesamtemissionen von rund 39 Mrd. Tonnen im Jahr 2024 jedoch noch gering.
APA/Reuters




