
Die Asta Energy Solutions AG investiert rund 17 Mio. Euro in eine neue Kupfer-Recyclinganlage im niederösterreichischen Oed (Bezirk Wiener Neustadt). Die ersten Maschinen werden heuer bestellt, die Produktion soll Ende 2029 starten. Die eigene Herstellung von Kupferdraht reduziere die Abhängigkeit von Lieferanten, teilte das börsennotierte Unternehmen, das mehrheitlich dem Industriellen Michael Tojner gehört, am Dienstag in einer Aussendung mit.
Der Kupferschrott wird sowohl aus der eigenen Produktion als auch von Kunden und Lieferanten stammen. „Entsprechende Vereinbarungen werden derzeit abgestimmt und parallel zum schrittweisen Hochlauf der Anlage aufgebaut“, hieß es. „Damit baut Asta das Kupferrecycling innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette aus und schafft eine europäische Plattform für die Herstellung von Kupferdraht aus Sekundärkupfer“, teilte das Unternehmen mit.
„Klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich“
„Eigenes Recycling macht uns unabhängiger vom Kupfermarkt und sichert unseren Kunden langfristig den Zugang zu hochwertigem Kupferdraht. Genau das haben wir beim Börsengang versprochen, und mit der neuen Anlage setzen wir es jetzt um“, sagte Karl Schäcke, CEO der Asta Energy Solutions AG. Die Investition sei auch ein „klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich und stärkt unseren Stammsitz Oed“. Das Projekt würde sich betriebswirtschaftlich klar rechnen, hielt CFO Daniela Klauser fest.
Die Investition ist Teil der im Rahmen des Börsengangs im Jänner angekündigten „Low Carbon Copper“-Initiative. Ziel ist es, den Anteil von Recyclingkupfer in der Produktion bis 2030 auf 70 Prozent zu steigern und den CO2-Fußabdruck zu senken. Kupfer lässt sich beliebig oft recyceln, ohne an Qualität zu verlieren. Europa gewinne nur einen geringen Teil aus lokalen Primärquellen, hieß es. Bereits heute sei rund die Hälfte recycelt.
APA



