
Wie geplant soll eine neue Recyclinganlage für Mineralwolle am Standort der Knauf Insulation in Ferndorf in Kärnten (Bezirk Villach-Land) mit Ende des Jahres in Betrieb gehen. 2027 tritt ein Deponieverbot für Mineralwolle in Österreich in Kraft, in der neuen Recyclinganlage sollen Glas- und Steinwolle zu sortenreinem Granulat verarbeitet werden, das dann in Werken der Knauf Gruppe, etwa im slowenischen Skofja Loka, als Ersatzrohstoff zum Einsatz kommt.
Ein österreichweites Sammelsystem für das zu recycelnde Material wurde bereits eingerichtet, hieß es in einer Aussendung des Unternehmens am Mittwoch. Partner für Sammlung und Logistik ist die ABCO-Abfallconsulting. Wichtig sei eine genaue Trennung verschiedener Mineralwollen, speziell bei Material aus Rückbau und Sanierung sei es wichtig, Störstoffe zu vermeiden. In Big Bags werden Glaswolle, Steinwolle und Tektalan getrennt voneinander abgenommen. 19.500 Tonnen Mineralwolle können in der neuen Recyclinganlage pro Jahr in einem patentierten Schmelzverfahren zu Granulat weiterverarbeitet werden.
Bis zu 25 zusätzliche Arbeitsplätze
Seit 1924 werden in Ferndorf Dämm- und Akustikplatten aus Holzwolle produziert, bis 2009 wurde auch Steinwolle hergestellt. In Gebäuden der früheren Steinwolle-Produktion wird um 30 Mio. Euro die neue Recyclinganlage errichtet. Zum Start entstehen 15 zusätzliche Arbeitsplätze, im Endausbau sollen es 20 bis 25 werden. Inzwischen liegen alle benötigten Genehmigungen für die neue Recycling-Anlage vor, man liege im Zeitplan, hieß es.
Joachim Wieltschnig, Geschäftsführer der neuen Recyclinganlage, sieht einen wichtigen Schritt hin zur Kreislaufwirtschaft: „Wir schonen natürliche Ressourcen und unterstützen gleichzeitig die österreichische Bauwirtschaft bei der Umsetzung der kommenden regulatorischen Anforderungen.“
APA




