
Der britische Öl- und Gaskonzern BP will seine Aktivitäten in der Nordsee verkaufen. Der Schritt sei Teil der laufenden Überprüfung von Geschäftsteilen und solle den Konzern einfacher, stärker und wertvoller machen, hieß es von den Briten am Freitag. Ein Verkauf könnte Informationen der „Financial Times“ („FT“) und Bloomberg zufolge um die 2 Milliarden Pfund (2,3 Mrd. Euro) einspielen. Laut „FT“ waren vorherige Gespräche über einen Verkauf an Ithaca Energy heuer gescheitert.
Die Nordsee bleibe für die Energieversorgung im Vereinigten Königreich wichtig, sagte BP-Chefin Meg O’Neill laut Mitteilung. „Da wir jedoch unser Portfolio fokussieren und unser Kapital auf unsere vielversprechendsten Projekte konzentrieren, sind wir der Ansicht, dass unser Nordsee-Geschäft als Teil eines anderen Unternehmens besser aufgestellt sein wird“, sagte sie. Die BP-Zentrale solle in Großbritannien bleiben, hieß es vom Unternehmen.
BP betreibt in der Nordsee derzeit 5 Standorte mit rund 1.100 Beschäftigten. Die Förderung liegt bei unter 100.000 Barrel (1 Barrel entspricht rund 159 Litern) Öl und Gas (Ölequivalente) pro Tag. Zum Vergleich: Der Gesamtkonzern rechnet mit einer täglichen Produktionsmenge von um die 2,2 Millionen Barrel. BP hat in jüngerer Zeit mehrere Vermögenswerte zu Geld gemacht oder deren Verkauf angekündigt, so etwa eine Mehrheit am Schmierstoffproduzenten Castrol sowie die Raffinerie im deutschen Gelsenkirchen.
APA/dpa-AFX



