Branchenverband fordert Cash-back-System für Lithium-Batterien

17. Juli 2026, Wien
Lithium-Batterien werden immer wieder falsch entsorgt
 - Unterpremstätten, APA/THEMENBILD

Mit einem Cash-back-System soll das Problem der Batterie-Entsorgung gelöst werden. Denn falsch entsorgte Lithium-Batterien entwickelten sich zu einem Problem der Abfallwirtschaft: Sie führten zu zahlreichen Bränden und es gehen wertvolle Rohstoffe verloren, so der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) im Rahmen eines runden Tisches bei Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP).

Die Sammelquote liege in Österreich derzeit bei 53 Prozent, bis 2030 muss sie laut EU-Vorgaben auf 73 Prozent steigen. Derzeit werden nach einer Hochrechnung der Montanuniversität Leoben rund 17 Mio. Lithiumbatterien jährlich nicht korrekt entsorgt. Damit entgehen der Wirtschaft Rohstoffe wie Nickel, Lithium, Kobalt oder Mangan. Zudem führten die nicht korrekt entsorgten Batterien in den vergangenen 18 Jahren zu mehr als 1.000 öffentlichkeitswirksamen Bränden.

Höhere Sammelquote zu erwarten

Mit einem Cash-back-System, bei dem Konsumentinnen und Konsumenten je nach Batterie zwischen 50 Cent und 50 Euro erhalten würden, könnte die Sammelquote deutlich angehoben werden. Und innerhalb von 5 Jahren ließen sich nach Angaben des VOEB Brandschäden von rund 480 Mio. Euro verhindern.

Allerdings findet dieses Modell in der Branche nicht nur Zustimmung: Kürzlich sprach sich Thomas Maier, Geschäftsführer der Elektro Recycling Austria (ERA), gegen diese Idee aus: „Wenn das nur Österreich macht, kaufen die Leute die Batterien in Freilassing (Deutschland; Anm.) und geben sie dann in Salzburg zurück.“

APA