Brent-Ölpreis fällt auf 92,40 Dollar

9. Juni 2026, Wien
Preisrückgang von 1,8 Prozent
 - Sargentes de la Lora, APA/AFP

Nachdem Israel und Iran sich gestern bereit erklärt haben, die jüngsten gegenseitigen Angriffe wieder einzustellen, gaben die Ölpreise nach. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordsee Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 92,40 US-Dollar und lag damit um 1,77 Prozent unter dem Vortagesschluss. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli sank um rund zwei Prozent auf 85,19 Dollar.

Für Hoffnung sorgt wieder einmal US-Präsident Donald Trump. Er hat wiederum den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt. „Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird“, sagte Trump am Dienstag.

Zu Beginn des Jahres hatte die Eskalation im Nahen Osten den globalen Ölmarkt regelrecht erschüttert. Zwischenzeitlich war der Ölpreis der Sorte Brent auf über 120 Dollar pro Barrel gestiegen. Die weitgehende Blockade des Seewegs in der Straße von Hormuz durch den Iran gilt als größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Dienstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 102,52 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Freitag hatte der Preis 100,63 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis zeigte sich mit einer gut behaupteten Tendenz. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.331,91 US-Dollar gehandelt. Das waren leichte 0,05 Prozent mehr als am Montagabend.

APA