Haushaltspreise für Gas können noch steigen

11. Mai 2026, Wien

Die Plattform Durchblicker rät zu Fixkostentarifen.


Eine Entspannung am Energiemarkt sei aufgrund der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten aktuell nicht in Sicht, stellen die Experten des Online-Wechselportals Durchblicker fest. Hinzu kommen niedrige Gasfüllstände, die im Laufe des Sommers gegebenenfalls zu hohen Kosten aufgefüllt werden müssen. Ein weiterer Anstieg der Endkundenpreise würde vor allem jene Konsumentinnen und Konsumenten treffen, die sich derzeit in Tarifen ohne Preisgarantie und Vertragsbindung befinden. Laut Schätzungen von Durchblicker handelt es sich dabei um mehrere hunderttausend Gaskunden in Österreich. Bei vielen Zwölf-Monats-Tarifen endet nach der Bindefrist auch der Schutz vor Preiserhöhungen: Je nach Anbieter werden die Preise dann automatisch an den Großhandelspreis angepasst oder nach Ankündigung erhöht. Wer das vermeiden will, sollte rechtzeitig wechseln oder einen neuen Tarif mit Preisgarantie abschließen.
Verglichen mit dem ersten Quartal des Vorjahres verzeichnete Durchblicker auf der eigenen Plattform eine um 78 Prozent höhere Anzahl an Gas-Anbieterwechseln. Trotzdem bleibt die Wechselbereitschaft der insgesamt etwa 850.000 Haushalte mit Gasheizung gering: 54 Prozent der gasbeheizten Haushalte haben noch nie ihren Anbieter gewechselt.


Schon jetzt sind die Preisspannen beim Arbeitspreis für Gas enorm: Ein Durchschnittshaushalt mit 11.800 kWh Gasverbrauch kommt beim günstigsten Anbieter derzeit auf Jahreskosten von 1341 Euro, während man beim teuersten Anbieter bereits 1881 Euro, also 540 Euro mehr, bezahlt. Der aktuell günstigste Fixpreistarif mit zwölfmonatiger Bindung und Preisgarantie ist auf der Seite durchblicker.at/gas derzeit um 5,4 Cent pro kWh abschließbar. „In der derzeitigen Situation ist jeder Haushalt gut beraten, möglichst vorausschauend zu handeln“, meint Stefan Spiegelhofer, Energieexperte bei Durchblicker. „Eine Vertragsbindung mit Preisgarantie bietet die größtmögliche Stabilität und Planungssicherheit.“

Die Presse