Swiss-Chef erwartet noch keinen Kerosin-Engpass

11. Mai 2026, Zürich

Die Lufthansa-Tochter Swiss rechnet in den kommenden Wochen nicht mit einem Kerosinengpass. Man sei in Kontakt mit den Lieferanten, also den Ölkonzernen und Raffinerien, sagte Swiss-Chef Jens Fehlinger der „Neuen Zürcher Zeitung“. „Deren Prognosen sind gut.“ Für die nächsten sechs Wochen wisse man zu 100 Prozent, wie viel Treibstoff ankomme. „Darüber hinaus haben wir Wahrscheinlichkeiten, die Stand heute gut aussehen.“

Durch den Iran-Krieg ist die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus seit Ende Februar blockiert. Dadurch wurden Öl und Treibstoff knapper und deutlich teurer.

Airlines haben davor gewarnt, dass die Versorgung mit Kerosin im Sommer schwieriger werden könnte und die Ticketpreise steigen könnten. Auch Fehlinger sieht dieses Problem, obwohl seine Fluggesellschaft durch Absicherungsgeschäfte die Treibstoffpreise größtenteils abgesichert habe. „Bleibt der Ölpreis auf Dauer auf diesem Niveau, wird das auf die Ticketpreise durchschlagen.“ Die Kerosinpreise verursachten ein Drittel der Kosten. „Hätten wir die Spritpreise nicht abgesichert, würden sie derzeit gar die Hälfte ausmachen.“

APA/ag