EU-Behörde ebnet Weg für Verwendung von US-Kerosin

8. Mai 2026, Brüssel
US-Kerosin für Flieger in Europa
 - Schkeuditz, APA/dpa (Themenbild)

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat angesichts drohender Kerosin-Engpässe den Weg für die Verwendung von Kerosin aus den USA geebnet. „Eine mögliche Einführung von Jet A in Europa oder anderen Teilen der Welt würde keine Sicherheitsbedenken aufwerfen, sofern die Einführung ordnungsgemäß abgewickelt wird“, erklärte die EASA am Freitag. Der Flugzeugtreibstoff Jet A wird in den USA produziert und ist in Europa bisher nicht zugelassen.

„Jet A wird täglich für Flüge aus den USA und Kanada sowie innerhalb dieser Länder verwendet“, heißt es in einer Sicherheitsmitteilung der EASA. Darin empfiehlt die Behörde, die Kraftstoffe nicht zu mischen und das Personal entsprechend zu schulen.

Anhaltende Blockade der Straße von Hormuz

Die seit Wochen anhaltende Blockade der Straße von Hormuz hat zu einer Verknappung des Kerosinangebots geführt. Die Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs de facto gesperrt. Nach Einschätzung der EU-Kommission gibt es aktuell zwar keine Engpässe bei der Kerosinversorgung, die Situation könnte sich in den kommenden Wochen und Monaten aber verschärfen.

Der deutsche Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hatte bereits Mitte April eine kurzfristige Zulassung der Kerosinkategorie Jet A zusätzlich zum EU-Standard Jet A1 gefordert. Die Airlines erhoffen sich von der erweiterten Zulassung mehr Importmöglichkeiten aus Übersee.

APA/AFP