Shell von hohen Ölpreisen beflügelt – Kappt Aktienrückkäufe

7. Mai 2026, London
Shell profitiert von gestiegenen Öl- und Gaspreisen
 - London, APA/AFP

Die wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Öl- und Gaspreise haben dem britischen Ölkonzern Shell einen Gewinnsprung beschert. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn zog im ersten Quartal auf 6,9 Mrd. US-Dollar (5,9 Mrd Euro) an. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal, wie Shell am Donnerstag in London mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit deutlich weniger Gewinn gerechnet.

Vor allem die Raffineriesparte und die Förderung konnten die Gewinnbeiträge deutlich steigern. Beim Aktienrückkauf tritt Shell im laufenden Quartal allerdings etwas auf die Bremse. Während die Quartalsdividende um 5 Prozent auf 39,06 US-Cent je Aktie erhöht wird, kürzt Shell-Chef Wael Sawan die Ausgaben für den Rückkauf eigener Aktien von 3,5 auf 3 Mrd. Dollar im Quartal. Die Investitionsausgaben für dieses Jahr plant der Konzern nun mit 24 bis 26 Mrd. Dollar ein, im Februar war noch von lediglich 20 bis 22 Mrd. Dollar die Rede. In der neuen Summe sind rund 4 Mrd. Dollar im Zusammenhang mit der Übernahme des kanadischen Unternehmens ARC Resources enthalten.

Der Krieg im Nahen Osten hat nicht nur die Ölpreise in die Höhe steigen lassen, sondern auch viele Produktionsanlagen am Golf beschädigt. Der Transport von Öl durch die Straße von Hormuz war und ist weiter stark eingeschränkt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent ist seit Beginn des Konflikts um über die Hälfte gestiegen und liegt aktuell weiter bei über 100 Dollar.

APA/dpa-AFX