
Die Energie Steiermark hat im Geschäftsjahr 2025 den operativen Gewinn (EBIT) mit 122,9 Mio. Euro um 8 Prozent leicht gesteigert. Dafür wurde ein leichter Umsatzrückgang von 2,19 Mrd. Euro im Jahr 2024 auf 2,14 Mrd. Euro verzeichnet, wie das Unternehmen am Montag nach der Hauptversammlung bekanntgab. Mit rund 350 Mio. Euro habe man 2025 das bisher größte Investitionsprogramm verwirklicht, vor allem im Bereich Energienetze und Strom aus Photovoltaik und Windkraft.
Die Bilanzsumme der Energie Steiermark wuchs 2025 gegenüber dem Jahr davor von rund 4,46 Mrd. auf 4,68 Mrd. Euro an. Das Eigenkapital wurde von rund 1,9 Mrd. auf etwas über 2 Mrd. Euro gesteigert. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 42,8 Prozent (2024: 42,6 Prozent). An das Land Steiermark werde für 2025 eine Dividende von insgesamt 75 Mio. Euro (2024: 70 Mio. Euro) ausgeschüttet. Im Herbst 2025 sei der Strompreis um rund 25 Prozent gesunken, trotz Nahost-Krise werde man wie angekündigt am 1. Juni eine weitere Strompreissenkung um 17 Prozent vornehmen, so das Vorstandsduo Martin Graf und Werner Ressi. Die entsprechenden Energiemengen habe man sich bereits im vergangenen Jahr rechtzeitig gesichert, so Ressi.
Investitionen in Netze und Erneuerbare
In den kommenden Jahren investiere man in die Verbesserung der steirischen Energie-Infrastruktur, sagte Vorstand Graf. Bis 2035 plane man Investitionen von insgesamt rund 5,8 Mrd. Euro. Neben der Errichtung weiterer Erzeugungsanlagen habe der Ausbau und die Modernisierung des über 30.000 Kilometer langen Stromnetzes „höchste Priorität. Die Absicherung der Finanzierung dieser Projekte ist neben den legistischen Rahmenbedingungen eine Schlüsselfrage der Zukunft“, sagte Graf. Bei der Energie Steiermark arbeiteten im abgelaufenen Jahr 2.288 Beschäftigte (2024: 2.198).
Derzeit sind mit dem Windkraftprojekt Freiländeralm II (Leistung: 105 MW) und dem Windpark Soboth-Eibiswald (Leistung: 96 MW) zwei Großanlagen in Umsetzung. Noch heuer gehen die Windkraftanlagen auf der Freiländeralm in Betrieb, 2027 jene auf der Soboth. Die Vorbereitungen für das Windkraftprojekt auf der Stubalm (Leistung: 60 MW) sind im Gange, die Anlagen genehmigt, zur Errichtung der Stromableitung in das nahegelegene Umspannwerk gebe es noch ein Behördenverfahren. Das Investitionsvolumen für diese drei Windparks belaufe sich auf fast 500 Mio. Euro. Das neue „Sachprogramm Wind“ des Landes Steiermark öffne für die Nutzung weiterer Potenziale vielversprechende Chancen, so das Vorstandsduo.
Murkraftwerk Leoben-Ost 2030 in Betrieb
Im Bereich Wasserkraft liege die UVP-Genehmigung für die Errichtung des Murkraftwerks Leoben-Ost seit einigen Wochen vor. Eine Inbetriebnahme ist 2030 vorgesehen. Die ökologischen Vorbereitungsarbeiten für das 60 Millionen-Euro-Projekt (Umsetzung gemeinsam mit dem Verbund, Anm.) seien angelaufen. Bei der Großflächen-Photovoltaik gingen 2025 der 20 Hektar große PV-Park in Dobl-Zwaring sowie der PV-Park in St. Marein-Feistritz mit 4 Hektar in Betrieb. In den kommenden Jahren wolle man mit Solarkraft rund 300 Megawatt Leistung installieren. Dies sei genug, um über 100.000 Haushalte ausschließlich mit Sonnenstrom zu versorgen, so Graf und Ressi.
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