
BP gerät zunehmend unter Druck: Der einflussreiche Stimmrechtsberater Glass Lewis hat den Aktionären des Ölkonzerns empfohlen, auf der kommenden Hauptversammlung gegen Verwaltungsratschef Albert Manifold zu stimmen. Grund sei die Entscheidung von BP, eine von Aktivisten eingebrachte Klima-Resolution nicht zur Abstimmung zuzulassen, wie aus einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Mitteilung hervorgeht.
Der Antrag der Aktionärsgruppe „Follow This“ hatte vom Konzern gefordert, seine Langfrist-Strategie für den Fall einer sinkenden Nachfrage nach Öl und Gas offenzulegen.
Empfehlungen großer Stimmrechtsberater wie Glass Lewis gelten als richtungsweisend für das Abstimmungsverhalten vieler Investoren. BP hatte den Antrag von „Follow This“ als ungültig und bei einer Annahme als wirkungslos bezeichnet. Die Entscheidung werfe jedoch „weitere Fragen zur Transparenz, zur Kommunikation mit den Aktionären und zur Reaktion auf deren Anliegen auf“, erklärte Glass Lewis. Auch der Berater ISS hatte den Aktionären empfohlen, bei Anträgen zur Klimaberichterstattung gegen den BP-Vorstand zu stimmen. Unter der neuen Vorstandschefin Meg O’Neill schwenkt BP strategisch wieder stärker auf das Öl- und Gasgeschäft zurück. Die Hauptversammlung findet am 23. April statt.
APA/Reuters



