Betriebsgenehmigung für serbische Raffinerie NIS verlängert

20. März 2026, Belgrad/Pancevo/Washington
Betriebsgenehmigung in Pancevo bis 17

Das OFAC (Office of Foreign Assets Control), die Kontrollbehörde des US-Finanzministeriums, hat in der Nacht auf Freitag die Betriebsgenehmigung für die einzige serbische Raffinerie NIS in Pancevo bei Belgrad bis zum 17. April verlängert. In der Früh bestätigte dies das serbische Energieministerium. Die seit 2008 im Mehrheitsbesitz der russischen Gazprom befindliche NIS unterliegt seit November 2025 US-Sanktionen.

Eigentlich hatte Gazprom bereits Mitte Jänner mit der ungarischen MOL-Gruppe ein verbindliches Abkommen über den Verkauf seiner NIS-Anteile in Höhe von 56,15 Prozent abgeschlossen. Laut früheren Plänen soll das Geschäft bis zum 24. März abgewickelt werden. Serbiens Präsident Aleksandar Vucic wollte am Donnerstag allerdings nicht bestätigen, dass die vereinbarte Frist angesichts der durch den Nahostkrieg entstandenen Erdölkrise auch eingehalten werde. Die Verlängerung der NIS-Betriebsgenehmigung sei besonders wichtig in diesem Augenblick, in dem die Erdöl-Börsenpreise täglich zunehmen, so Vucic.

APA