ÖAMTC: Spritpreisbremse wirkt, wenn auch etwas gebremst

4. November 2026, Wien
Die Spritpreisbremse gilt vorerst bis Ende November
 - Wien, APA/FLORIAN WIESER

Die seit 1. Oktober geltende Spritpreisbremse zeigt Wirkung, allerdings nicht in voller Entfaltung – so die Analyse des ÖAMTC. Bei Super sank der Durchschnittspreis von 1,921 Euro im September auf 1,816 Euro im Oktober. Das Minus von 10,5 Cent entsprach damit annähernd der erwartbaren Entlastung. Diesel wurde hingegen nur um 5,5 Cent günstiger, von 2,195 auf 2,140 Euro je Liter, rechnet der Klub am Mittwoch vor.

Der ÖAMTC gibt dabei aber zu bedenken: Zwar ging der Dieselpreis in den ersten Oktobertagen noch deutlicher zurück, anschließende Preissteigerungen schmälerten die Entlastung im Monatsschnitt jedoch wieder. Gäbe es keine Spritpreisbremse, wäre Diesel im Oktober in Österreich vermutlich so teuer wie nie zuvor gewesen. Fazit des Klubs: Eine grundlegende Entspannung ist angesichts des allgemein hohen Preisniveaus weiterhin nicht zu erwarten.

Abstand zwischen Benzin und Diesel vergrößert

Der Abstand zwischen den Kraftstoffsorten vergrößerte sich zudem weiter: Noch im Jänner dieses Jahres war Diesel lediglich 3,3 Cent teurer als Super, im Oktober betrug die Differenz bereits 32,4 Cent. Sie war damit rund zehnmal so groß und erreichte den höchsten Wert, der jemals durch den ÖAMTC beobachtet wurde. Durch den Krieg im Nahen Osten habe die Entkoppelung von Sprit-und Rohölpreisen im langfristigen Vergleich weiter zugenommen.

Die von der Bundesregierung beschlossene Spritpreisbremse, die die Kosten für einen Liter Treibstoff an der Zapfsäule rechnerisch um 12 Cent senkt, dauert nach derzeitigem Beschluss bis Ende November an. Ob danach neue Schritte erfolgen, ist offen. Die internationale Energiepreis-Entwicklung werde jedenfalls laufend beobachtet, hieß es dazu von Regierungsvertretern zuletzt.

APA