Die EU-Kommission will 77 innovative Projekte zur Dekarbonisierung mit 3,4 Milliarden Euro und 135 Klima- und Umweltprojekte mit 390 Millionen Euro fördern, wie sie am Montag in Brüssel bekannt gab. Gelder erhalten Initiativen zu erneuerbaren Energien und innovativer Energiespeicherung, Cleantech-Fertigung oder klimaneutraler Mobilität. Auch Projekte aus Österreich sind dabei, etwa die emissionsfreie Zementproduktion und Kohlendioxid-Speicherung des Kirchdorfer Zementwerks.
Die 77 Netto-Null-Technologieprojekte werden aus dem im Dezember 2025 gestarteten Innovationsfonds gefördert: Durch die Reinvestition der Einnahmen aus dem EU – Emissionshandelssystem (EU-ETS) in innovative Dekarbonisierungstechnologien sollen diese Projekte Europas industrielle Führungsrolle und Wettbewerbsfähigkeit in diesen Sektoren stärken und zur Energiewende, Energieunabhängigkeit und -sicherheit beitragen, so die Kommission. Die nächste Ausschreibung startet Anfang Dezember.
Kohlenstoffarmer Zement und fluorfreie Kühltransporte
Ziel des Projekts des Kirchdorfer Zementwerks Hofmann ist, die Energiekosten für Zementhersteller zu senken und Daten zu liefern, die Europas Übergang zu kohlenstoffarmem Zement unterstützen. Das Korneuburger FGasFree LIFE- Projekt wird 1,2 Millionen Euro aus dem LIFE-Programm erhalten, um fluorfreie Kühltransporte zu ermöglichen. Dies soll durch den Einsatz einer skalierbaren Wärmepumpe mit extrem niedriger Füllmenge und natürlichem Kältemittel erreicht werden.
Aus dem LIFE-Programm für Umwelt und Klimaschutz werden Projekte gefördert, die zu einer besseren Vorbereitung und Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterereignissen und zum Ziel der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden, beitragen. Die Gelder werden an Natur- und Biodiversitätsprojekte, Projekte zur Stärkung der Klimaresilienz sowie zur Beschleunigung der Energiewende gehen. Die Initiativen wurden aus über 1.000 Anträgen ausgewählt, die im Rahmen der LIFE-Ausschreibung 2025 eingereicht wurden.
APA





