Diesel um 14 Cent billiger – Preiskommission tagt

7. Oktober 2026, Wien
Die Spritpreisbremse hat bisher ihre Wirkung entfaltet
 - Hainburg, APA/THEMENBILD

Ein Liter Diesel war am Dienstag im Durchschnitt um rund 14 Cent günstiger als in der Woche zuvor. Bei Superbenzin lag die Vergünstigung bei ca. neun Cent, rechnet der ÖAMTC vor. „Damit lag die Reduktion bei Super knapp unter der zusätzlichen Entlastung durch die neue Spritpreisbremse, während sich der Dieselpreis im Schnitt um zusätzliche vier Cent pro Liter nach unten bewegte“, so der Club.

Wobei die Autofahrerinnen und Autofahrer auf einen teuren Tankmonat zurück blicken: Am 17. September erreichte der Dieselpreis mit durchschnittlich 2,281 Euro je Liter einen historischen Höchststand. Aber auch im Monatsdurchschnitt war es teuer: Diesel kostete 2,195 Euro je Liter, Superbenzin 1,921 Euro. Gegenüber September des Vorjahres waren das rund 68 Cent bzw. 45 Prozent mehr bei Diesel und rund 42 Cent bzw. 28 Prozent mehr bei Super, gibt der ÖAMTC zu bedenken.

Preiskommission tagt

Wie ÖGB und Arbeiterkammer (AK) am Mittwoch mitteilten, nimmt die Preiskommission heute die Treibstoffpreise 2025 unter die Lupe. Es soll geklärt werden, ob die gesunkenen Rohölpreise auch rasch bei den Verbrauchern angekommen sind. Das erstmalige Treffen fand bereits Ende Jänner 2026 statt.

„Die Preiskommission muss die Ergebnisse schnell veröffentlichen und klare Empfehlungen für die Konsument:innen auf den Tisch legen“, fordert dazu AK-Wirtschafts-Bereichsleiter Tobias Schweitzer. Der ÖGB hat nachgerechnet und kommt zu folgender Erkenntnis: Für die hohen Tankstellenpreise seien nicht nur höhere Rohölpreise verantwortlich, sondern auch gestiegene Margen der Mineralölkonzerne.

ÖGB: Körberlgeld für Ölkonzerne

„Wer auf das Auto angewiesen ist, darf nicht zur Melkkuh der Ölkonzerne werden“, so Angela Pfister, Leiterin des volkswirtschaftlichen Referats im ÖGB. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) habe bereits vor Monaten eine Sonderprüfung der Treibstoffpreise eingeleitet. Die Ergebnisse hätten schon Ende April vorliegen sollen, würden aber bis heute nicht veröffentlicht, kritisiert die Gewerkschaft.

APA