Strom. Von 94 auf 78 Prozent des Verbrauchs aufgrund weniger Wasserkrafterzeugung.
Der Anteil der erneuerbaren Energien am österreichischen Stromverbrauch war im Vorjahr deutlich reduziert. Weniger Wasser in den Flüssen hat die Erzeugung aus Wasserkraft gedämpft und den Erneuerbaren-Anteil auf 78 Prozent gedrückt, teilte Regulator E-Control mit. Im Jahr davor kamen die Erneuerbaren noch auf einen Rekordanteil von 94 Prozent.
Während dem Bericht zufolge der Photovoltaik-Ausbau auch 2025 einen Boom erlebte, hinkte der Zubau bei Wind, Wasser und Biomasse hinterher. Bei der PV-Erzeugung sei der Zielwert von 11 Terawattstunden bereits jetzt fast erreicht, derzeit würden rund 10 TWh erzeugt. Bei Windkraft rechnet die Behörde mit einem deutlichen Anstieg in den Jahren 2027, 2028 und 2029, wenn Projekte, die aktuell in der Pipeline sind, ans Netz gehen.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei ein zentraler Baustein für eine sichere und ökologische Energieversorgung, sagte E-Control-Vorstand Alfons Haber bei der Präsentation des Berichts. „Wir sollten uns wirklich bewusst sein, dass jede Kilowattstunde an erneuerbaren Energien die Abhängigkeit von fossiler Energieerzeugung und fossilen Energieträgern reduziert“, so Haber. Die Notwendigkeit dessen habe sich in den vergangenen Monaten und auch in den vergangenen Jahren im Zuge der Energiekrisen gezeigt.
Mit den neuen Energiegesetzen (Elektrizitätswirtschaftsgesetz, Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz) seien wichtige Grundlagen für einen schnelleren und effizienteren Ausbau der Erneuerbaren geschaffen worden. Zudem seien leistungsfähige und zuverlässige Netze notwendig. Erzeugungs- und Netzausbau müssten im Einklang erfolgen. Speicher und die damit verbundene Flexibilität würden ebenfalls eine immer bedeutendere Rolle spielen.
Kurier




