Die Ölpreise sind am Montag um mehr als ein Prozent gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump einen neuen iranischen Friedensvorstoß zur Öffnung der Seestraße von Hormuz abgelehnt hat. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 105,64 Dollar je Barrel, US-Leichtöl WTI stieg um 0,8 Prozent auf 93,11 Dollar. Der Iran hatte den Vorschlag in der vergangenen Woche über katarische Vermittler unterbreitet. Trump wies den Plan am Wochenende zwar zurück.
Zugleich stellte er in einem Interview jedoch weitere Verhandlungen für diese Woche in Aussicht. Die geopolitischen Risiken in der Region bleiben Analysten zufolge auch wegen anhaltender Raketen- und Drohnenangriffe der vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen auf Saudi-Arabien hoch.
Trotz der festgefahrenen Diplomatie erholten sich die Rohölexporte aus dem Nahen Osten zuletzt leicht. Sie stiegen im September auf 12,8 Millionen Barrel pro Tag und damit auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn im Februar, wie am Montag vorliegende Daten des Analyseunternehmens Kpler zeigten. Der Anstieg geht vor allem auf umgeleitete Lieferungen Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate zurück. Dennoch liegen die Ausfuhren der Region kriegsbedingt noch immer rund sechs Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkriegsniveau. Vor dem Konflikt wurden etwa 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gasversorgung durch die Straße von Hormuz abgewickelt.
APA/Reuters



