
78 Prozent der wahlberechtigten Oberösterreicher sprechen sich für einen rascheren Ausbau der Windkraft im Land aus, 81 Prozent sehen die Windkraft als wichtigen Bestandteil des Energiemixes an. Das ergab eine Umfrage, die Spectra im August im Auftrag der oberösterreichischen Grünen unter den Über-16-Jährigen durchgeführt hat. 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen wurden dafür befragt. Die Grünen sehen einen klaren Widerspruch zur windkraftskeptischen Politik im Land.
Die Aussage, dass Windkraft ein wichtiger Bestandteil des Energiemixes sei, stößt nicht nur bei 99 Prozent der Grünwähler auf Zustimmung, sondern auch bei 92 Prozent der SPÖ- und 89 Prozent der ÖVP-Klientel. Sogar unter den Wählern der windkraftskeptischen FPÖ gab es mit 64 Prozent fast eine Zweidrittelmehrheit dafür. Einen rascheren Ausbau der Windkraft befürworten 87 Prozent der SPÖ- und 84 Prozent der ÖVP-Wähler sowie 59 Prozent der FPÖ-Klientel. Im grünen Lager lag die Zustimmung bei 98 Prozent.
Forderung nach Windkraft-Offensive
„Deutlicher kann die Antwort der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher auf die schwarz-blaue Windkraft-Blockade nicht sein“, war Landesrat Stefan Kaineder vom Umfrageergebnis, das in einer Pressekonferenz am Dienstag präsentiert wurde, beinahe selbst überrascht. Die „sture Verhinderung“ müsse nun enden, so Klubobmann Severin Mayr, „das Windkraft-Potenzial in Oberösterreich ist riesig und riesig ist auch die Zustimmung der Menschen.
Von den 1.447 Windrädern in Österreich stehen nur 31 in Oberösterreich, rechnen die Grünen vor. Der Ausbau sei langsam: 2014 seien 5 neue Windräder in Betrieb gegangen, 2016 zwei und 2022 eines. Die Partei fordert daher, die „ideologisch motivierten“ geplanten Windkraft-Ausschlusszonen zu streichen, Beschleunigungsgebiete rechtssicher umzusetzen und eine Windkraft-Offensive zu starten, in deren Rahmen bis 2035 im Bundesland 200 neue Windräder errichtet werden sollen.
APA




