
Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu verlängert die gezielten staatlichen Kraftstoffhilfen für besonders betroffene Branchen bis zum Jahresende. Hintergrund seien die stark gestiegenen Preise infolge des Krieges im Iran, teilte das Büro des Regierungschefs am Mittwoch mit. Ziel der Maßnahme sei es, die Wirtschaft, Arbeitsplätze und das Wachstum zu sichern sowie den Unternehmen Planungssicherheit zu geben.
Konkret steigt der Zuschuss für Fischer von 25 auf 35 Cent pro Liter. Bauunternehmen erhalten weiterhin 20 Cent pro Liter für Baumaschinen-Diesel. Für Landwirte bleibt die Subvention bei 15 Cent pro Liter. Diese Maßnahme soll zudem in die Nothilfen wegen der Dürre integriert werden.
Am Dienstag hatten französische Gewerkschaften verschiedener Branchen mit Streiks gegen die steigenden Kraftstoffpreise und für höhere Löhne protestiert. Dabei drosselten Beschäftigte der Energiewirtschaft unter anderem die Stromversorgung und stoppten den Gastransit. Die Regierung in Paris will in Kürze einen Haushaltsentwurf vorlegen. Dies gilt als heikel, da Frankreich das Defizit im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2027 unter Kontrolle halten will.
APA/Reuters



