Speicherung der strategischen Reserve kommt nun billiger

7. September 2026, Wien
Neue Ausschreibungsbedingungen
 - Bad Lauchstädt, APA/dpa

Die Speicherung der strategische Gasreserve kommt Österreich nun billiger als ursprünglich geplant: Wurden bisher für die Einspeicherung Kosten von 94 Mio. Euro pro Jahr veranschlagt, belaufen sich die Kosten für die Speicherjahre 207/28 und 2028/29 auf je 38,75 Mio. Euro, teilte das Wirtschaftsministerium in einer Aussendung am Sonntag mit. Damit sei die Speicherung der Reserve bis 1. April 2029 gesichert. Für das laufende Speicherjahr 2026/27 fallen noch 94 Mio. Euro an.

Die niedrigeren Speicherkosten begründet das Ministerium mit neuen Ausschreibungsbedingungen und „einem eigens auf die strategische Gasreserve zugeschnittenen Speicherprodukt“, wie Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) erklärte. „Wir sichern damit die Gasversorgung Österreichs langfristig ab und gehen gleichzeitig sparsam mit Steuergeld um.“

Abstriche bei der Speicherung – mehr Wettbewerb

Bei dem Speicherprodukt wurde auf die zusätzliche Buchung von Ein- und Ausspeicherkapazitäten verzichtet, da die Gasreserve ohnehin für den Krisenfall vorgesehen ist. Zudem hätten die Ausschreibungsbedingungen für einen wirksamen Wettbewerb gesorgt. Eine geringere Nachfrage nach Speicherkapazitäten hätte ihr Übriges dazu beigetragen, die Kosten zu senken.

Für die Speicherung der strategischen Gasreserve, die auf mehrere Speicher verteilt ist, ist die Austrian Strategic Gas Storage Management GmbH (ASGM) verantwortlich. Wobei die Reserve von 20 Terawattstunden (TWh) im Notfall den Verbrauch von bis zu zwei Wintermonaten abdecken würde.

In Summe decken die österreichischen Gasspeicher mehr als den Jahresbedarf ab. Derzeit sind die Speicher zu 67 Prozent gefüllt. Dies entspricht einem Jahresbedarf von 87 Prozent. „Österreich verfügt mit seinen großen Speicherkapazitäten und der strategischen Gasreserve über eine starke Absicherung für Krisensituationen“, sagte Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP). „Dass wir diese Versorgungssicherheit nun zu deutlich geringeren Kosten gewährleisten können, ist ein sehr gutes Ergebnis.“

APA