USA wollen in Venezuela Öl-Abkommen unterzeichnen

1. September 2026, Washington/Caracas
Chevron will Aktivitäten ausweiten
 - Cabimas, APA/AFP

Die USA wollen in Venezuela in den kommenden Tagen eine Reihe von Öl-Abkommen unterzeichnen. Dafür reise US-Energieminister Chris Wright in das südamerikanische Land, teilte ein Regierungsvertreter am Dienstag in Washington mit. Präsident Donald Trump hatte am Freitag den „größten Öl-Deal der Weltgeschichte“ mit Venezuela verkündet. Er soll den USA die Kontrolle über rund ein Fünftel der venezolanischen Ölreserven sichern.

Den Angaben zufolge zielen die geplanten US-Abkommen mit Unternehmen darauf ab, die Förderkapazitäten Venezuelas zu erhöhen. Der Ölkonzern Chevron wolle zudem eine Ausweitung seiner Aktivitäten in dem Land verkünden, hieß es in Washington.

Der Finanzdienst Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass das texanische Ölunternehmen kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung stehe. Es gehe um Betriebsrechte im Kontext zweier Ölfelder. Diese liegen demnach in der Nähe eines Ölfeldes, das ein Joint Venture, an dem Chevron beteiligt ist, bereits betreibe.

US will Öl im Tausch für Investitionen

Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Reserven weltweit. Die Trump-Regierung hatte Druck auf Caracas ausgeübt, ihr Zugang zu den Vorkommen zu gewähren. Die USA haben Venezuela im Gegenzug private Investitionen von mehr als 100 Milliarden Dollar (rund 86 Milliarden Euro) in Aussicht gestellt.

US-Elitesoldaten hatten im Jänner den linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht. In New York soll ihm wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden. Übergangspräsidentin ist seitdem Maduros frühere Stellvertreterin Delcy Rodríguez. Sie hatte nach Trumps Ankündigung zu den Ölvorräten versichert, Venezuela behalte die volle „Souveränität über seine Ressourcen“.

APA/AFP/dpa