Ölpreise geben zu Wochenschluss etwas nach

21. August 2026, Wien
Deutliche Aufschläge auf Wochensicht
 - Washington, APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Die Ölpreise haben den Anstieg der vergangenen Handelstage am Freitag vorerst gestoppt. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 93,19 US-Dollar. Das waren 0,64 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um 0,21 Prozent auf 86,05 Dollar.

Am Ölmarkt zeigte sich eine leichte Gegenbewegung, nachdem die Notierungen am Donnerstag noch deutlich gestiegen waren. Auch auf Wochensicht hat sich Rohöl kräftig verteuert. Seit Montag ist der Preis für Rohöl aus der Nordsee um mehr als fünf Prozent gestiegen. Nach wie vor zeichnet sich kein Ende des Iran-Kriegs ab, und die wichtige Transportroute von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormuz kann kaum genutzt werden.

„Die Situation an der Straße von Hormuz ist festgefahren“, sagte Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, einen verstärkten Wirtschaftskrieg gegen den Iran führen zu wollen. Dabei dürfte er die Abnehmer von iranischem Öl ins Visier nehmen, darunter auch China.

China zählt zu den wichtigsten Abnehmern von Öl aus dem Iran. Die iranischen Ölexporte werden aber bereits durch die Seeblockade der USA stark beeinträchtigt. Durch die jüngsten Entwicklungen drohe das Öl-Angebot auf dem Weltmarkt weiter abzunehmen, sagte die Commerzbank-Expertin.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 92,84 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 91,27 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

APA/dpa-AFX