Weitere Debatte um Rechenzentrum im Nordburgenland

14. August 2026, Nickelsdorf/Eisenstadt
ÖVP fordert Transparenz zu Projektstand
 - NA, APA/dpa

Die etwaige Errichtung eines großen Rechenzentrums in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) hat am Freitag für eine weitere Debatte gesorgt. Die ÖVP sieht in einer Kundmachung zu einem Batteriespeicher „fortgeschrittene Planungen“ für das Rechenzentrum und übte Kritik an Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Die Energie Burgenland erklärte dazu, dass ein „potenzielles Datencenter nicht der Errichtungsgrund des konkreten Batteriespeichers in Neusiedl/Weiden“ sei.

Die ÖVP verwies in einer Aussendung darauf, dass in der Kundmachung zum Energiespeicher in Neusiedl am See festgehalten sei, dass der Speicher künftig auch einem „projektierten Rechenzentrum“ dienen soll. „Die Planungen für das Rechenzentrum sind wesentlich weiter fortgeschritten, als von Landeshauptmann Doskozil dargestellt wird“, kritisierte Landesparteiobmann Christoph Zarits. Er forderte Transparenz und Information über den konkreten Projektstand.

Die Burgenland Energie hielt dazu fest, dass Anfang des Jahres das größte Windparkprojekt in Neusiedl/Weiden in Betrieb genommen wurde. Aktuell werde dieser durch eine Agri-Photovoltaik-Anlage erweitert. Ergänzt werden soll er dann durch einen Batteriespeicher. Dieser „Super-Hybrid-Park“ soll der Versorgungssicherheit dienen – „somit ist ein potenzielles Datencenter nicht der Errichtungsgrund des konkreten Batteriespeichers in Neusiedl/Weiden“, hieß es auf APA-Anfrage. Doskozil hatte vor wenigen Tagen betont, dass das Rechenzentrum nicht kommen wird, sollte der zu erwartende Wasserverbrauch dafür zu hoch sein.

APA