Ölpreise legen zu

10. August 2026, Wien

Die Ölpreise sind am Montag wegen der Unsicherheit über Transporte durch die Straße von Hormuz gestiegen. Nachdem die Notierungen sich im frühen Handel noch wenig verändert gehalten hatten, legten sie zuletzt wieder deutlicher zu. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl aus der Nordsee der Sorte Brent mit Lieferung im Oktober wurde bei 85,08 US-Dollar gehandelt und damit fast zwei Prozent höher als am Freitag.

Der Iran hat Hoffnungen auf eine schnelle Wiedereröffnung der Straße von Hormuz für den Schiffsverkehr gedämpft. Die Führung in Teheran stellte neue Bedingungen für eine Wiedereröffnung der Meerenge für Transporte von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf. US-Präsident Donald Trump zeigte sich daraufhin demonstrativ gelassen und sagte dem Nachrichtenportal „Axios“: „Wir geben dem nicht viel Aufmerksamkeit“.

Bereits an den vergangenen drei Handelstagen war der Preis für Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zeitweise kräftig gestiegen. In dieser Zeit ging es wegen der Unsicherheit über die Öffnung der Straße von Hormuz um mittlerweile etwa sechs Dollar je Barrel nach oben. Am Wochenende hatte der iranische Außenminister Abbas Araqchi zwar mitgeteilt, dass eine Einigung mit dem Oman über die Einrichtung einer Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormuz kurz bevorstehe, direkte Gespräche mit den USA schloss er aber vorerst aus.

In der Tendenz sei weiter mit steigenden Ölpreisen zu rechnen, solange der Markt eher die Möglichkeit einer Störung der Öllieferungen durch die Straße von Hormuz einpreist, heißt es von Anlageexperten des US-Hedgefonds Karobaar Capital mit Sitz in Chicago. Solange es keine Normalisierung der Warenströme gebe, dürfte das geopolitische Risiko die Rohölpreise stützen.

Der Goldpreis gab leicht nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.331,44 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,26 Prozent weniger als am Freitagabend.

APA/dpa-AFX