
Die Ölpreise haben am Montag deutliche Gewinne aus dem frühen Handel nach Hinweisen auf eine mögliche Entspannung im Nahen Osten wieder abgegeben. Nachdem die Notierung für die weltweite Referenzsorte Brent mit Lieferung im September in der Nacht zeitweise bis auf 91,42 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen war, wurde ein Fass am Vormittag bei 86,20 Dollar gehandelt und damit knapp unter dem Niveau vom Freitag.
Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fiel um 0,24 Prozent auf 81,52 Dollar. Der Iran hat nach einer erneuten militärischen Eskalation eigenen Angaben zufolge Vorschläge für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Demnach kommen die Vorschläge von den USA, wie der Außenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna bestätigt hat. Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte er.
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war Anfang Juli im Streit um die Kontrolle der Straße von Hormuz wieder eskaliert. Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung. Die zunehmenden Angriffe „deuten allesamt darauf hin, dass sich der Konflikt sowohl in seinem Ausmaß als auch in seiner Dauer ausweiten könnte,“ erklärte Saul Kavonic, Energieanalyst bei MST Marquee. Angriffe auf die Ölinfrastruktur in der Region könnten die Ölpreise demnach auch weiter hochtreiben.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 84,17 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag hatte der Preis 83,39 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
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