Momentum Institut ortet Übergewinne. Die Kelag wehrt sich.
Das gewerkschaftsnahe Momentum Institut hat die Gewinne der österreichischen Landesenergieversorger unter die Lupe genommen. Es kommt zu dem Schluss, dass nach Rekordjahren die Gewinne der Landesenergieversorger 2025 zwar erstmals wieder spürbar sinken. Von einer Normalisierung könne aber keine Rede sein. Denn alle neun Landesenergieversorger zusammen kommen 2025 auf einen Übergewinn von 987 Millionen Euro. Der Kärntner Energieversorger habe mit 353 Millionen Euro Gewinn 2025 mehr als dreimal so viel verdient wie vor der Krise. Den Übergewinn beziffert das Momentum Institut mit 241 Millionen Euro. „Die Energiekrise wirkt für viele Versorger weiterhin wie ein Gewinnmotor“, sagt Leonard Jüngling, Ökonom am Momentum Institut.
Die Kelag weist die Kritik zurück, denn es habe „die seit der globalen Energiekrise 2021-23 deutlich veränderten Rahmenbedingungen der Energiebranche nicht ausreichend berücksichtigt“. Mit rund 470 Millionen Euro habe die Kelag 2025 so viel wie nie zuvor in den Ausbau erneuerbarer Energien, Stromnetze und die Wärmeversorgung investiert. Für2026 plant die Kelag weitere Investitionen von 550 Millionen Euro. Außerdem zähle die Kelag zu den Anbietern mit den niedrigsten Stromtarifen.
von Bettina Auer
Kleine Zeitung


