Die Ölpreise sind am Montag nach ersten Fortschritten bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein Abkommen zur Beilegung des Krieges gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August fiel um 1,34 Prozent auf 79,30 US-Dollar. Am Freitag war der Preis für Nordseeöl noch über 80 Dollar gelegen. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,06 Prozent auf 75,46 Dollar.
Am Sonntag seien „ermutigende Fortschritte“ erzielt worden, hieß es in einer von den Vermittlern aus Katar und Pakistan auf der Plattform X verbreiteten Erklärung. Es sei ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Missverständnisse oder Zwischenfälle in der Straße von Hormuz zu vermeiden, erklärten die Vermittler. Ziel sei eine sichere Passage für kommerzielle Schiffe durch die Straße von Hormuz.
Die Meerenge ist eine für die Weltwirtschaft bedeutende Route für die Lieferung von Rohöl aus den Förderstaaten am Persischen Golf. Die Blockade der Straße von Hormuz infolge des Iran-Krieges hatte den Ölpreis im März zeitweise über 120 Dollar je Barrel getrieben.
Anlagestrategen vom Finanzdienstleister KGI sprachen von einer allgemein positiven Stimmung an den Märkten zu Beginn der Handelswoche. Dies könnte die Ölpreise weiter nach unten treiben. Allerdings dürften die auf 60 Tage angesetzten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran auch immer wieder für Preisschwankungen am Ölmarkt sorgen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 83,16 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag hatte der Preis 82,52 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
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