
Kanada steht Insidern zufolge vor dem Abschluss eines umfangreichen Abkommens zur Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) an das deutsche Staatsunternehmen Sefe. Die Vereinbarung über Gas aus dem geplanten Exportterminal Ksi Lisims an der Küste der Provinz British Columbia solle am Mittwoch von Rohstoffminister Tim Hodgson in Vancouver bekanntgegeben werden, verlautete aus Branchenkreisen.
Sefe, die Betreiber des Terminals und das kanadische Ministerium lehnten Stellungnahmen ab. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Pläne berichtet.
Das Projekt Ksi Lisims soll eine Kapazität von zwölf Millionen Tonnen LNG pro Jahr haben und wäre damit die zweitgrößte Exportanlage Kanadas. Auch Konzerne wie Shell und TotalEnergies haben bereits 20-jährige Abkommen mit Ksi Lisims geschlossen. Sefe (Securing Energy for Europe) war 2022 während der europäischen Energiekrise für 6,3 Milliarden Euro vom Bund verstaatlicht worden, nachdem sich die frühere russische Muttergesellschaft Gazprom zurückgezogen hatte. Ähnlich wie Uniper soll das Unternehmen die deutsche Energieversorgung breiter aufstellen.
APA/Reuters



