Sicherheitsübung an strategisch wichtiger TAL-Ölpipeline

8. Mai 2026, Triest
Gelände des Ölterminals der Transalpinen Ölpipeline TAL
 - Triest, APA/EXPA/JFK

Im Golf von Triest und auf dem Gelände des Ölterminals der Transalpinen Ölpipeline TAL, die Rohöl von Triest über Österreich nach Ingolstadt in Bayern pumpt, hat am Freitag eine groß angelegte Sicherheitsübung unter Leitung der Hafenbehörde stattgefunden. Ziel der Übung war es, die Reaktionsfähigkeit bei Notfällen sowie die Kommunikation zwischen den beteiligten Behörden zu testen.

Die Übung wurde von der Triester Hafenbehörde in Abstimmung mit der Grenzpolizei und der Polizeidirektion koordiniert. Das Szenario umfasste zwei Phasen auf See und an Land. Simuliert wurde eine mögliche Bedrohung der Infrastruktur der TAL durch zwei Drohnen.

Brand in der Nähe einer Rohölleitung simuliert

Nach Angaben der Behörden gilt die Anlage wegen ihrer Bedeutung für die Versorgung Mittel- und Osteuropas mit Rohöl als strategisch wichtig. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage steht das Terminal daher besonders im Fokus der Sicherheitsbehörden. Zum Einsatz kamen Patrouillenboote der Küstenwache und der Finanzpolizei sowie Fahrzeuge der Feuerwehr. Simuliert wurde zudem ein Brand in der Nähe einer Rohölleitung. Ein Tankschiff wurde im Verlauf der Übung sicher am Ölterminal angelegt.

Die Übung war in den vergangenen Wochen detailliert vorbereitet worden. Ziel war es unter anderem, die Wirksamkeit der Kommunikationswege, die schnelle Aktivierung der Notfallprotokolle, sowie die Koordination zwischen Sicherheitskräften, Institutionen und beteiligten öffentlichen und privaten Stellen zu überprüfen.

Ermittlungen nach Sabotageakt

Im März war ein Strommast der 132-kV-Leitung Tolmezzo-Paluzza in der Provinz Udine, die das Netz der Transalpinen Ölpipeline speist, beschädigt worden. Der Schaden hatte auch Auswirkungen auf die Ölpipeline TAL, die für drei Tage den technischen Betrieb einstellen musste und dadurch die Rohöllieferungen an Raffinerien in Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik unterbrach. Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft von Udine.

APA