Ölpreise am Dienstag weiter gestiegen

7. April 2026, London
Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg um 1,2 Prozent
 - At sea, APA/AFP

Die Ölpreise sind am Dienstag vor dem Ablauf eines weiteren Ultimatums von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg weiter gestiegen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg im frühen Handel um 1,2 Prozent auf 111,11 US-Dollar (96,41 Euro). Damit näherte sich der Juni-Terminkontrakt wieder dem Hoch aus dem März von etwas mehr als 112 Dollar.

Seit dem Beginn des Iran-Kriegs verteuerte sich die Referenzsorte für den weltweiten Ölmarkt um mehr als 50 Prozent. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fällt der Anstieg bei diesem Liefertermin ähnlich aus. Noch drastischer sieht es bei der Entwicklung des Mai-Kontrakts aus. Öl der Sorte WTI mit Auslieferung im Mai kostete in der Früh rund 115 Dollar und damit rund 70 Prozent mehr als vor Beginn des Iran-Kriegs vor mehr als fünf Wochen.

Da die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormuz für die meisten Schiffe praktisch unpassierbar ist, liegen die Preise für die nächsten Liefertermine deutlich über denjenigen, die noch in weiterer Ferne liegen. Für die Sorte Brent ist der Mai-Kontrakt bereits ausgelaufen. Für Trump steht die Freigabe der Meeresenge derzeit im Fokus des Iran-Kriegs. Er stellte dem Iran deshalb wieder einmal ein Ultimatum. Kurz vor seinem Ablauf am Mittwoch um 2.00 Uhr zeichnet sich keine Einigung ab. Trump bekräftigte seine Warnung vor einer „völligen Zerstörung“ aller iranischen Kraftwerke und Brücken, falls Teheran nicht die Straße von Hormuz öffnet. Ein Sprecher der iranischen Militärführung reagierte mit Spott auf Trumps Drohung. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege – nicht nur für Öl und Flüssiggas.

APA/dpa-AFX