Ab Anfang April: Spritbremse und Sozialtarif für Strom

1. April 2026

Teuerungen. Gleich drei Maßnahmen treten mit Anfang April in Kraft, mit denen die Höhe alltäglicher Ausgaben reguliert werden soll. Ein Überblick:

  • Sprit
    Spannend blieb es bis zum Schluss bei der beschlossenen Spritpreisbremse, die mit 2. April in Kraft treten und via Senkung der Mineralölsteuer und der Margen bei Raffinerien und Tankstellen die Preise um zehn Cent senken soll. Bis zuletzt fehlten noch die für den Eingriff in den Markt nötigen Verordnungen. Schlagend wird die Senkung nicht überall sofort: Die freien Tankstellen dürfen noch ihren Lagerbestand ohne Reduktion verkaufen. Die zu den großen Mineralölkonzernen gehörigen Verkaufsstellen müssen die Regelung hingegen sofort umsetzen. Kleine Betriebe sind ausgenommen. Bei einem weiteren starken Anstieg der Ölpreise ist eine Ausweitung der Bremse auf über zehn Cent möglich, wie es im Vorfeld hieß.
  • Strom
    Mit Anfang April startet der neue Sozialtarif: Sozial Bedürftige erhalten ein jährliches Kontingent von 2.900 kWh um nur sechs Cent netto. Insgesamt sollen rund 600.000 Personen von der Regelung profitieren. Die Kosten des Sozialtarifs von rund 60 Mio. Euro jährlich muss laut dem neuen Stromwirtschaftsgesetz (ElWG) die Strombranche tragen.
  • Mieten
    Nach einer längeren Pause dürfen die Mieten im Altbau ab April wieder steigen – vorerst aber nur minimal. Die als Basis für die Berechnung der Miete vor allem im Altbau dienenden Richtwerte werden angepasst. Die gesamte Miete – inklusive allfälliger Lagezuschläge – darf 2026 um höchstens ein Prozent steigen. Für neu abgeschlossene Mietverträge gelten die erhöhten Beträge bereits ab April. Bei bestehenden Verträgen werden sie hingegen frühestens ab Mai wirksam.

Kurier