Branche kritisiert politische Verzögerungen.
Energie. Man hänge in einer „politischen Warteschleife“, sagt PV-Austria-Chefin Vera Immitzer bei einem Pressegespräch und kritisiert politische Verzögerungen, die die Energiewende ausbremsen würden. Zwar sei das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (EIWG) ein „wichtiger Startschuss“ gewesen. Nun brauche es aber Begleitverordnungen der E-Control, um die Möglichkeiten des im Dezember beschlossenen Gesetzes nutzen zu können.
Erneut forderte die Interessenvertretung den umgehenden Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG). Dieses würde bürokratische Hürden für PV-Anlagen und Batteriespeicher abbauen und Genehmigungsvorschriften österreichweit vereinheitlichen. Außerdem sprachen sich die Branchenvertreter für eine „Speicheroffensive“ aus mit klarem Ausbaupfad und Anreizen.
Zubau ist rückläufig
Nach den Rekordausbaujahren sei der Photovoltaik-Zubau zuletzt zurückgegangen. 2025 wurden österreichweit 62.300 neue PV-Anlagen in Betrieb genommen, die zusätzliche Leistung lag bei etwa 1,6 Gigawatt – ein Minus von gut 20 Prozent gegenüber 2024. Kurzfristige Änderungen im Fördermodus und lange Förderpausen hätten Investitionen gehemmt.
Langfristig sehe man großes Ausbaupotenzial. Derzeit würden jährlich rund 9,8 Terawattstunden (TWh) Sonnenstrom erzeugt und damit rund 15 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. Bis 2030 soll sich dieser Wert gemäß nationaler Ausbauziele mehr als verdoppeln.
Zentral sei künftig die Kombination von Photovoltaik mit Stromspeichern. Ein Ausbau sei „unverzichtbar“ für eine Reduktion ausländischer Abhängigkeiten. „Wir haben uns in der Vergangenheit angewöhnt, unsere Energieversorgung an andere Länder auszulagern“, sagte Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur. Damit hätte Österreich auch die Kontrolle abgegeben, was man nun spüre.
Kurier





