Hauptstadt im Zentrum der Wärmewende
Rund 40 Prozent der steirischen Fernwärme werden im Großraum Graz bereitgestellt. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt derzeit bei knapp 20 Prozent, dazu kommen etwa 10 Prozent industrielle Abwärme. Der Energiemix hat sich dabei deutlich verändert: Biomasse ist inzwischen wichtigste Quelle. Ihr Anteil stieg von 25 Prozent im Jahr 2005 auf 61 Prozent im Jahr 2024. Die Energie Steiermark AG und die Energie Graz treiben daher den Umbau des Systems voran. Ziel ist ein weitgehend emissionsfreies Wärmenetz in den kommenden Jahrzehnten.
Geplant ist ein breit aufgestellter Energiemix: Großwärmepumpen sollen Wärme aus Flusswasser, Abwasser und Industrie erschließen, Biomasseanlagen die Grundlast sichern. Überschüssiger Strom aus Wind- und Solaranlagen könnte künftig mittels Power-to-Heat in Wärme umgewandelt werden. Auch großflächige Solarthermieanlagen werden geprüft. Ein Schlüsselprojekt ist eine der größten Flusswasser-Wärmepumpen Europas, die Wärme aus der Mur nutzt — ohne Verbrennung und damit deutlich klimafreundlicher.
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