Burgenland legte Eignungszonen für Photovoltaikanlagen fest

18. März 2026, Eisenstadt
Unter den Eignungszonen sind auch 19 Beschleunigungsgebiete
 - Gänserndorf, APA/THEMENBILD

Das Land Burgenland hat per Verordnung 92 Eignungszonen für Photovoltaikanlagen in der Freifläche festgelegt. Diese liegen in 64 Gemeinden von Kittsee im Norden bis Jennersdorf im Süden. 19 von ihnen werden, wie von der EU vorgegeben, als Beschleunigungsgebiete für erneuerbare Energien ausgewiesen. Eine entsprechende Verordnung für Windkraftanlagen ist derzeit in Arbeit, hieß es am Mittwoch auf APA-Anfrage aus dem Büro von Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ).

Damit werde der RED-III-Verordnung der EU Rechnung getragen, aber auch ein Beitrag zur Erreichung der Klima- und Energieziele des Landes – bilanzielle Klimaneutralität bis 2030 und Klimaneutralität bis 2040 – geleistet. Gleichzeitig soll durch den Ausbau der erneuerbaren Energie die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland reduziert werden, heißt es in den Erläuterungen zur Verordnung.

Die Frist für die Ausweisung der Beschleunigungsgebiete nach EU-Recht ist bereits im Februar abgelaufen, auch andere Bundesländer haben nicht rechtzeitig geliefert. Auf Bundesebene ist die nationale Umsetzung der RED-III-Verordnung in Form des Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) ebenfalls weiterhin ausständig. Der Gesetzesentwurf soll sich derzeit in finaler Abstimmung in der Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS befinden. Wird das Gesetz nicht bald umgesetzt, riskiert Österreich ein EU-Vertragsverletzungsverfahren.

APA