Speichern von Sommerstrom gegen die Ölkrise

13. März 2026, Gampern

RAG-Chef: Autarkie ist möglich Projekt in Gampern „ermutigend“

Österreich könnte sich von massiven Teuerungen im Energiebereich, zumal beim Strom, weitgehend unabhängig machen, sagt der Chef des größten heimischen Energiespeicherunternehmens RAG, Markus Mitteregger. Der Schlüssel dazu sei die Speicherung von Sommerstrom, um ihn im Winter nutzen zu können, wenn weder PV-Anlagen noch Windräder Strom liefern.


Mit einem Pilotprojekt in Gampern (Bezirk Vöcklabruck) zeigt die RAG vor, wie das funktionieren könnte: Überschussstrom im Sommer wird zu Wasserstoff, dieser wird in den bestehenden Gaslagern gespeichert und im Winter in Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung wieder zu Strom und Wärme. „Das Projekt sollte alle ermutigen. Es gibt zu dieser langfristigen Speichermethode keine Alternative“, sagt Mitteregger im Gespräch mit den OÖN.


Würde die Infrastruktur ausgebaut, wäre Österreich nicht mehr von teuren Stromimporten aus Kohle- und Atomkraftwerken abhängig. Derzeit deuten freilich alle Anzeichen darauf hin, dass Energie auch mittelfristig wieder teurer wird, weil das Gas, das derzeit eingelagert wird, auch die Stromproduktion wieder verteuern wird.


Währenddessen kritisieren Tankstellenbetreiber die Maßnahmen der Regierung. Der Eingriff werde dazu führen, dass die Preise weiter steigen, sagt Bernd Zierhut, Energiehandel-Obmann in Oberösterreich. Das erhöhte Risiko müsse eingepreist werden, am Ende würden die Tankkunden mehr zahlen.

Oberösterreichische Nachrichten