
Der Preis für europäisches Erdgas ist am Dienstag weiter deutlich gefallen. Nachdem die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zu Beginn der Woche noch um 30 Prozent gestiegen war, hat bereits am Montag im Handelsverlauf eine Gegenbewegung eingesetzt, die sich am Vorabend nach Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump beschleunigt hatte.
An der Börse in Amsterdam wurde das Erdgas am Vormittag bei 48,45 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt. Das sind etwa 14 Prozent weniger als am Vortag. Zu Beginn der Woche war die Notierung wegen des Iran-Kriegs noch zeitweise bis auf knapp 70 Euro gestiegen.
Trump: „Denke, Krieg so gut wie beendet“
Trump hatte am Vorabend ein schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten in Aussicht gestellt. Beim US-Sender CBS News wurde er mit den Worten zitiert: „Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet.“ Marktbeobachter sehen in den Äußerungen von Trump eine neue Bereitschaft des Weißen Hauses, öffentlich zu signalisieren, dass Schritte zur Beendigung des Kriegs möglich seien. Allerdings machte der Präsident keine konkreten Angaben. „Den Märkten war der Mangel an Details egal und sie setzten ihre Erholung fort“, kommentierten Analysten der Dekabank.
Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormuz ist seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar praktisch zum Erliegen gekommen. Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt.
APA/dpa-AFX


